Die Einstärkenbrille – der grosse Ratgeber für klares Sehen im Alltag
Wenn die Welt plötzlich etwas unschärfer wird …
Das Strassenschild in der Ferne lässt sich nicht mehr ganz so deutlich erkennen, die Schrift auf dem Bildschirm wirkt verschwommen oder die Augen fühlen sich nach einem langen Tag müde und angestrengt an. Oft sind es kleine Veränderungen im Alltag, die uns erstmals bewusst machen, dass unsere Augen Unterstützung brauchen könnten.
Hinter unscharfem Sehen kann eine Fehlsichtigkeit wie Kurzsichtigkeit (Myopie) oder Weitsichtigkeit (Hyperopie) stecken. Dabei kann das Auge einfallendes Licht nicht optimal auf der Netzhaut bündeln – Gegenstände erscheinen je nach Fehlsichtigkeit in bestimmten Entfernungen unscharf.
Eine individuell angepasste Einstärkenbrille kann diese Fehlsichtigkeit gezielt korrigieren. Ihre Brillengläser besitzen eine auf Ihre Augen abgestimmte Sehstärke und ermöglichen dadurch wieder entspanntes und klares Sehen im Alltag.
Doch wann ist eine Einstärkenbrille die richtige Wahl? Was bedeuten die Werte im Brillenpass und welche Brillengläser eignen sich für Ihre Bedürfnisse?
In diesem Ratgeber erfahren Sie alles Wichtige rund um die Einstärkenbrille – von den ersten Anzeichen einer Fehlsichtigkeit über Ihre persönlichen Brillenwerte und die verschiedenen Brillengläser bis hin zur Wahl der passenden Brille.
Was ist eine Einstärkenbrille?
Eine Einstärkenbrille korrigiert das Sehen gezielt für einen bestimmten Entfernungsbereich. Im Gegensatz zur Gleitsichtbrille, die mehrere Sehbereiche in einem Glas vereint, ist das Einstärkenglas auf eine bestimmte Sehentfernung ausgerichtet und bietet dafür ein grosses, komfortables Sichtfeld.
Einstärkenbrillen werden vor allem bei Kurzsichtigkeit (Myopie) und Weitsichtigkeit (Hyperopie) eingesetzt. Auch eine Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) kann damit korrigiert werden. Je nach Fehlsichtigkeit wird die Brille beispielsweise für klares Sehen in der Ferne oder Nähe angefertigt.
Bei einem professionellen Sehtest werden beide Augen individuell vermessen und die Brillengläser exakt auf die ermittelten Werte abgestimmt. So sorgt eine passende Einstärkenbrille für klares und entspanntes Sehen im Alltag.



Kurzsichtig oder weitsichtig?
Viele Menschen wissen nicht genau, worin der Unterschied zwischen Kurz- und Weitsichtigkeit liegt oder verwechseln die beiden Fehlsichtigkeiten sogar. Dabei zeigen sich die Auswirkungen im Alltag sehr unterschiedlich: Während Kurzsichtige in der Ferne unscharf sehen, haben Weitsichtige oft Mühe mit dem Nahsehen.
In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie die typischen Anzeichen richtig deuten, wie beide Fehlsichtigkeiten entstehen und was sie konkret für Ihr Sehen im Alltag bedeuten.
Woran merke ich, dass ich eine Brille brauche?
Eine Fehlsichtigkeit entwickelt sich häufig schleichend und bleibt deshalb zunächst unbemerkt. Typische Anzeichen sind unscharfes Sehen in der Ferne oder Nähe. Vielleicht erkennen Sie Strassenschilder erst spät, Gesichter wirken aus der Distanz verschwommen oder kleinere Schriften werden zunehmend anstrengend.
Auch häufige Kopfschmerzen, müde oder angestrengte Augen, Konzentrationsprobleme oder das Zusammenkneifen der Augen können auf eine Fehlsichtigkeit hindeuten. Besonders beim Lesen, bei der Bildschirmarbeit oder beim Autofahren können sich solche Beschwerden bemerkbar machen.
Wenn Sie Veränderungen beim Sehen feststellen, schafft ein professioneller Sehtest Klarheit. Dabei wird überprüft, ob eine Fehlsichtigkeit vorliegt und welche Korrektur Ihre Augen benötigen.


Welche Brillengläser gibt es bei Einstärkenbrillen?
Nicht nur die richtige Sehstärke entscheidet über gutes Sehen. Auch Material, Glasdicke und Veredelung beeinflussen den Seh- und Tragekomfort einer Einstärkenbrille.
Ein wichtiger Faktor ist der Brechungsindex: Je höher dieser ist, desto dünner kann ein Brillenglas bei gleicher Sehstärke gefertigt werden. Besonders bei höheren Dioptrienwerten können dünnere und leichtere Gläser deshalb von Vorteil sein.
Zusätzliche Veredelungen können den Komfort weiter erhöhen. Eine Entspiegelung reduziert störende Reflexe, eine Hartschicht schützt die Oberfläche und schmutz- oder wasserabweisende Beschichtungen erleichtern die Reinigung. Auch ein geeigneter UV-Schutz gehört zu modernen Brillengläsern.
Welche Kombination sinnvoll ist, hängt von Ihrer Sehstärke, der gewählten Fassung und Ihren persönlichen Sehgewohnheiten ab.
Was bedeutet meine Brillenstärke?
Zahlen wie -2.00 oder +1.50 auf dem Brillenpass wirken auf den ersten Blick kompliziert und wenig aussagekräftig. Tatsächlich beschreiben sie jedoch sehr genau, wie stark Ihre Fehlsichtigkeit ist und welche Korrektur Ihre Augen benötigen, um wieder klar sehen zu können.
Hier erklären wir Ihnen einfach und verständlich, wie diese Werte aufgebaut sind, was Plus- und Minuswerte bedeuten und wie Sie Ihren Brillenpass besser lesen und einordnen können.


Wie oft sollte ich meine Augen kontrollieren lassen?
Die Sehstärke kann sich im Laufe der Zeit verändern – oft so schleichend, dass man es im Alltag kaum bemerkt. Deshalb sind regelmässige Kontrollen wichtig, um die Augen gesund zu halten und jederzeit optimal zu sehen.
In diesem Beitrag erfahren Sie, in welchen Abständen ein Sehtest sinnvoll ist, welche Faktoren eine häufigere Kontrolle notwendig machen können und worauf Sie im Alltag achten sollten.
Worauf sollte ich beim Brillenkauf achten?
Eine Brille ist weit mehr als nur eine Sehhilfe – sie begleitet Sie täglich und sollte deshalb perfekt zu Ihren Bedürfnissen passen. Neben den richtigen Gläsern spielen auch Fassung, Passform, Material und Tragekomfort eine entscheidende Rolle.
Hier zeigen wir Ihnen, worauf Sie beim Brillenkauf wirklich achten sollten, welche Unterschiede es gibt und wie Sie die passende Brille für Ihren Alltag finden.

Häufige Fragen
Ja. Ist Ihre Einstärkenbrille für die Ferne und Ihre individuelle Sehstärke korrekt angepasst, können Sie sie problemlos den ganzen Tag tragen. Besonders bei stärkerer Kurz- oder Weitsichtigkeit ist das dauerhafte Tragen oft angenehm und entlastet die Augen. Ob Sie Ihre Brille ständig benötigen oder nur in bestimmten Situationen, hängt von Ihrer Fehlsichtigkeit und Ihren persönlichen Sehbedürfnissen ab.
Nein. Eine korrekt angepasste Brille verschlechtert die Augen nicht und macht sie auch nicht «abhängig» von der Brille. Häufig entsteht dieser Eindruck, weil man sich schnell an das klare Sehen mit Brille gewöhnt. Nimmt man sie anschliessend ab, fällt die vorhandene Unschärfe stärker auf als zuvor.
Einstärkengläser sind für einen bestimmten Sehbereich optimiert. Klassischerweise werden sie als Fern- oder Lesebrille eingesetzt. Es gibt aber auch Einstärkenlösungen für spezielle Distanzen, beispielsweise eine auf den Arbeitsplatz und die Bildschirmdistanz abgestimmte Brille. Entscheidend ist, für welche Sehaufgabe die Brille benötigt wird.
Meist fühlt sich das Sehen mit einer neuen Einstärkenbrille sehr schnell natürlich an. Bei einer neuen oder deutlich veränderten Sehstärke kann es jedoch etwas dauern, bis sich Augen und Gehirn an den neuen Seheindruck gewöhnt haben. Bleiben Unschärfe, Kopfschmerzen, Schwindel oder andere Beschwerden bestehen, sollte die Brille nochmals überprüft werden.



